In ein paar Stunden öffnen wir das erste Türchen im diesjährigen Adventskalender der Webkrauts.
Ging es im letzten Jahr noch um kürzere, knackige Texte, die bei uns unter dem Namen »Advents-Quickies« liefen, haben wir in diesem Jahr bewusst auf eine Begrenzung verzichtet. Das übergeordnete Thema lautet Best Practice: Wir bieten euch sowohl einige kurze Tipps, aber auch längere Stücke, die Themen wie JavaScript oder Barrierefreiheit tiefer behandeln.
Außerdem haben wir Artikel zu Suchfunktionen, nützlichen Tools, den Umgang mit Kunden, Navigationen, Suchmaschinenoptimierung oder etwa Text im Programm, um nur ein paar Themen zu nennen.
Der Webkrauts-Adventskalender 2008, Fachwissen statt Schokolade, ab heute auf webkrauts.de.
Wieviel Werbung verträgt eine Nachrichtenseite?
DiePresse.com, die Online-Ausgabe der österreichischen Tageszeitung Die Presse, versucht sich im Praxistest und verkauft anscheinend jeden freien Fleck. Zur Zeit gibt es Käse oben, Käse auf der rechten Seite, Käse unter der Top-Meldung. Siehe auch das große Bild.
Und als ob das nicht genug Käse wäre, war das Unternehmen so »clever«, die Hauptmeldung mit weiterer Werbung zu unterlegen. Soviel zum Thema Trennung von Werbung und journalistischen Inhalten.

Ein kleines Hintergrundbild und schon wirkt das gesamte journalistische Angebot ziemlich unseriös. Aber gut, muss jeder selbst wissen.
(Nach einem Hinweis von yatil via Twitter)
Wer es noch nicht mitbekommen hat: Michael Jendryschik und ich haben einen Webmontag organisiert. Zum ersten Mal findet er nun in Dortmund statt. Und zwar am kommenden Montag, den 3. November 2008 ab 19 Uhr an der B1 (Westfalendamm 251).
Ab 20 Uhr gibt es eine Reihe kurzer Vorträge zu Webthemen. Geplant sind 10-minütige Beiträge über Mikroformate, Web-Communities, Microblogging und Beispiele realer Webprojekte. Gegen 21 Uhr geht es dann mit dem Netzwerken weiter.
Michaels Firma, die itemis AG, stellt dafür ihren Schulungsraum zur Verfügung und sorgt netterweise für Getränke und Brötchen.
Alles Weitere steht auf www.webmontag.de. Dort kann man sich auch für die Teilnahme ins Wiki eintragen. Die Teilnahme ist kostenlos.
Ich war heute kurz auf der Spiele- und Comic-Messe in Essen. Hauptsächlich, um Geld für ein paar amerikanische Comics auszugeben.
Fundstück des Tages ist zweifelsohne Captain Satan #1 (of 2). Kaum gesehen, wollte ich es sofort haben, und konnte es für einen ganzen Euro glücklich erwerben!
Was für ein Name für einen Comichelden. Wenn ich irgendwann mal reich sein sollte, bin ich geneigt, das Teil zu verfilmen. (Nein, gelesen habe ich den Comic noch nicht. Ich traue mich nicht, das wertvolle Heft aus seiner Schutzhülle zu befreien.)

Tiefpunkt des Tages: Ich habe festgestellt, dass DC auf seinen neuen Watchmen-Comics mit »Der Comic zum Film« wirbt. WTF! Allenfalls wird es einen Film zu Comic geben.
Ich mag es nicht, wenn sich ein großartiger Comic einem Film unterordnen muss, der noch nicht mal angelaufen ist. Das Zweitwerk ordnet sich immer dem Erstwerk unter. Wenn es irgendeine Tageszeitung falsch gemacht hätte, nun gut, aber warum macht DC selbst seinen Klassiker kleiner?
Um den IE6 loszuwerden, muss man nicht gleich so extreme Maßnahmen wie ich ergreifen. Es reicht bereits ein dezenter Bitte-Wechseln-Hinweis nur für IE6-Nutzer.
Wer das Pisto-Magazin in der letzten Woche verfolgt hat, weiß bereits, dass ich mittlerweile eine radikale Haltung gegenüber dem IE6 an den Tag lege. Während die meisten Webworker als Dienstleister den Stand der Dinge hinnehmen, denke ich, dass uns mitunter eine aktivere Rolle nicht schaden kann.
Das muss nicht so extrem sein, wie ich es handhabe: Auf textformer.de bekommt ein IE6-Nutzer seit einer Woche lediglich den Hinweis, dass er den Browser wechseln möge. Weitere Inhalte kann er nicht sehen. Das ist natürlich hemmungslos übertrieben, unhöflich und vielleicht unnötig. Aber hier geht es um meine eigene Seite und ich leiste mir eine radikale Haltung.
Beim pisto-magazin.de machen wir es so, dass der Internet Explorer 6 gar keine Styles bekommt und alle Inhalte design-los anzeigt. Zusätzlich gibt es einen Hinweis, dass der User bitte einen modernen Browser nutzen möge. Es ist ein Hobby-Projekt, wir können uns das leisten.
Beide Maßnahmen sind den meisten Webworkern zu radikal. Schließlich könne man das seinen Kunden nicht verkaufen. Insbesondere müsse zum Beispiel ein Shop auch im IE6 funktionieren. Das mag gut sein, aber es steht ja bereits im Artikel auf Pisto, dass es immer auch auf die Zielgruppe ankommt.
Was Kundenprojekte angeht, so ist jedoch eine kleine Maßnahme möglich, die nur wenig Mehraufwand bedeutet, aber immerhin den IE6 nicht völlig stillschweigend hinnimmt. Per Conditional Comments lässt sich bei so ziemlich jedem Projekt im Kopf oder in der Seitenspalte ein spezieller IE6-Hinweis einbauen, der User dazu einlädt, besser den Firefox, Opera oder Safari zu nutzen. So habe ich es beispielsweise bei designfragen.de gelöst.

Vor ein paar Jahren war ähnliches bereits auf einigen Webseiten zu sehen, es hat nur nie die große Runde gemacht. Mittlerweile halte ich es für sinnvoll, wenn es sogar zum »guten Stil« würde. Die IE6-Seite kann ja nach wie vor eingerichtet werden, wenn es das Projekt erfordert. Ein kleiner Wechsel-Hinweis schadet dem Projekt jedoch nicht.
Ein Nutzer wird vermutlich nicht sofort umsteigen, wenn er irgendwo solch einen Hinweis sieht, aber je mehr Webseiten ihn auf seinen alten Browser hinweisen, umso eher wird er umsteigen.
Man baut also per Conditional Comments eine Box ein, die nur im Internet Explorer 6 angezeigt wird:
<!--[if lte IE 6]><div id="ie6box"><p>Sie sind offenbar noch mit dem Internet Explorer 6 unterwegs, einem veralteten Browser aus dem Jahr 2001.</p>
<p>Nehmen Sie sich doch eine Minute Zeit und installieren einen modernen Browser wie den <a href=«http://www.mozilla-europe.org/de/firefox/«>Firefox</a>.</p></div><![endif]–>
Den Text muss man natürlich dem jeweiligen Projekt anpassen. Ich empfehle lediglich eine Browser-Alternative zu nennen, um unbedarfte Nutzer nicht mit Internet Explorer, Safari, Opera und Firefox zu irritieren. Vielleicht macht es auch Sinn, ganz auf das Wort Browser zu verzichten und stattdessen einfach »Programm« benutzen.
Das Design kann eher dezent sein wie bei designfragen.de oder aber recht deutlich, etwa durch weiße Schrift in einer farbigen Box.
Wie gesagt, die Seite ist nach wie vor navigierbar, aber zumindest wird dem Nutzer gesagt, dass sein IE6 veraltet ist. Je mehr Leute solch eine kleine, minimale Box einbauen, umso schneller sind wir das 6er-Relikt los.
Zumal alle – Webworker, Kunden, Kunden von Kunden – auf Dauer von modernen Browsern profitieren werden.
File under: Wir machen uns die Welt Widdewidde wie sie uns gefällt.
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